Wichtigste Fakten

  • Das ADAS-System von AutonomyNow ist eine Komplettlösung zur effektiven Vermeidung von Kollisionen mit Fußgängern, Radfahrern und anderen Verkehrsteilnehmern.
  • Das System ist für die Verkehrsklasse R10 homologiert und für alle Bus und Reisebustypen geeignet.
  • AutonomyNow ist das erste Unternehmen, das eine Lösung für alle Autonomie-bezogenen Anforderungen der GSR2-Verordnung anbietet; der Serienproduktionsstart ist für das vierte Quartal 2023 geplant.

Der Weiter Schritt in Sachen Sicherheit

Moderne Fahrerassistenzsysteme (ADAS) sind der nächste Schritt auf dem langen Weg zur Gewährleistung von Sicherheit. Die Technologie funktioniert, indem sie Fahrern hilft, Unfälle zu verhindern oder deren Folgen abzumildern. Laut Forschungsergebnissen sind über 90 % der Verkehrsunfälle auf menschliches Versagen zurückzuführen [1].

Verschiedene Studien haben die Auswirkungen aktiver Sicherheitsfunktionen wie der Notbremsung analysiert. Die Forschung ergab, dass Fahrassistenzsysteme die Zahl der Fahrzeugunfälle um über 33 bis 41 Prozent reduzieren könnten [2] [3] und somit die Sicherheit auf den Straßen deutlich verbessern würden.

Ein Schritt zur Erreichung dieses Ziels ist die Umsetzung der neuen Allgemeinen Sicherheitsverordnung (GSR2) für Neuzulassungen von Fahrzeugen, die am 6. Juli 2024 in Kraft tritt.

Die bevorstehenden Sicherheitsmaßnahmen sollen Fahrgäste, Fußgänger und Radfahrer in der gesamten EU besser schützen und voraussichtlich bis 2038 über 25.000 Menschenleben retten und mindestens 140.000 schwere Verletzungen vermeiden.

Dies ist ein Meilenstein auf dem Weg zur „Vision Zero“ der Europäischen Kommission – null Todesfälle und schwere Verletzungen bis 2050.

Neue Technologien in der Praxis

Das städtische Umfeld ist sehr komplex. Um gefährliche Verkehrssituationen zu entschärfen, müssen ADAS-Systeme anspruchsvolle Situationsanalysen in Echtzeit und bei allen Wetterbedingungen durchführen.

Um auch in anspruchsvollsten Situationen Sicherheit zu gewährleisten, nutzte AutonomyNow Objekterkennung und -klassifizierung mithilfe der nächsten Generation von Transformer Neural Networks und fortschrittlichen Hardware- und Software-Sensorlösungen.

Das Ergebnis ist ein ADAS-System, das Objekte mit einer Latenzzeit von bis zu 150 ms erkennt. Während die normale menschliche Reaktionszeit etwa 1,5 Sekunden beträgt, können aktuelle Computer-Vision-Algorithmen diese um den Faktor 10 beschleunigen und dabei eine hohe Erkennungsgenauigkeit beibehalten.


Sicheres autonomes Bremsen


Um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten und die Reaktionszeiten auf ein Minimum zu reduzieren, müssen frontale Gefahren und die Automatisierung der Bremsreaktion berücksichtigt werden.

Die AEB-Funktion (Autonomes Notbremssystem) muss an die spezifischen Bedingungen eines Stadtbusses angepasst werden, um die Sicherheit von stehenden und sitzenden Fahrgästen zu gewährleisten, die nicht angeschnallt sind.

Aus diesem Grund entwickelte das Forschungs- und Entwicklungsteam von AutonomyNow einen fortschrittlichen Notbremsmechanismus, der speziell für Stadtbusse entwickelt wurde. Es gewährleistet eine sichere Reaktion, indem es zunächst den fahrende Person warnt und dann die Bremsen sanft betätigt, um die Fahrgäste des Stadtbusses nicht zu gefährden.

Das System wurde in Zusammenarbeit mit Automobilexperten entwickelt und streng nach Automobilstandards getestet sowie nach den Methoden der funktionalen Sicherheit (ISO 26262) und der Sicherheit der beabsichtigten Funktionalität (ISO 21448) analysiert.

Eliminierung von Fehlalarmen

Eine der wichtigsten Anforderungen an ein ADAS-System ist die Minimierung sogenannter Fehlalarme. Es wird geschätzt, dass ein sicheres AEB-System in einem Stadtbus nicht häufiger als einmal pro 600.000 km fälschlicherweise auslösen sollte. [4]

Dank der multikriteriellen Analyse von Informationen aus verschiedenen Sensortechnologien, der sogenannten Sensorfusion, ist es möglich, Fehlalarme zu minimieren und qualitativ hochwertige Aktivierungssignale aufrechtzuerhalten.

Der Schlüssel liegt in der korrekten Schulung der neuronalen Netze anhand realer Betriebsdaten, die auf die Eigenschaften eines Nutzfahrzeugs zugeschnitten sind.

Die korrekte Kalibrierung der verwendeten Sensoren – hochentwickeltes Ultra-HD-Radar und Kameras mit geringer Latenz – ist ebenfalls von entscheidender Bedeutung, um Fehlalarme im Betrieb zu vermeiden.

Schließlich müssen neben verschiedenen Filtersoftwaretechniken auch Hardwarelösungen eingesetzt werden – wie beispielsweise eine wasser- und schmutzabweisende Abdeckung der externen Kameralinsen, um Verdeckungen zu minimieren und den Verschleiß des Systems zu reduzieren.

Europäische Führungsrolle in Sachen Sicherheit an Bord

Die bevorstehenden Regelungen bieten nicht nur einen Rahmen für die Umsetzung bekannter sicherheitsrelevanter Merkmale, sondern führen auch neue als neuen Standard für die Mobilität der Zukunft ein.

Eine der jüngsten Änderungen ist die Einführung von fahrende Person , die Müdigkeit und Ablenkung erkennen.

Im Zeitalter der zunehmenden Autonomie von Fahrzeugen – und der damit einhergehenden starken Ablenkung durch die Nutzung von Smartphones – ist es von entscheidender Bedeutung, den Wachsamkeitszustand des Fahrers zu beurteilen und zeitnah darauf zu reagieren.

Eine aktuelle Studie mit über 8.295 Unfällen ergab, dass mehr als 12 % der Unfälle auf Müdigkeit zurückzuführen waren. [5]

Die ADAS-Systeme von AutonomyNow nutzen Gesichtsanalysemodelle, um das Fahrverhalten anhand der sogenannten Karolinska-Schläfrigkeitsskala zu bewerten – ein Versuch, eine universelle Skala für Schläfrigkeit bereitzustellen.

Darüber hinaus überwacht das System die über die CAN-Schnittstelle verfügbaren Fahrprofile, um einen plötzlichen Rückgang der Fahreraktivität zu erkennen.

AutonomyNow hat diese Technologie bereits in mehr als 183 Fahrzeugen implementiert, die auf europäischen Straßen unterwegs sind.

[1] Verkehrssicherheit: Kommission begrüßt Einigung über neue EU Regeln zur Rettung von Menschenleben Brüssel, 26. März 2019

[2] Yue, L., Abdel-Aty, M., Wu, Y. und Wang, L., 2018. Bewertung des Sicherheitsnutzens von fortschrittlichen fahrende Person , Konnektivitätssystemen und Systemen für die Automatisierung auf niedriger Ebene in Fahrzeugen. Unfallanalyse & Prävention, 117, S. 55-64.

[3] Europäische Kommission (2021) Fakten und Zahlen Busse/Reisebusse / schwere Nutzfahrzeuge. Europäische Beobachtungsstelle für Straßenverkehrssicherheit. Brüssel, Europäische Kommission, Generaldirektion Verkehr.

[4] Der Transport for London Bus Safety Standard: Erweiterte Notbremsfunktion (AEB).

[5] Dinges, D. (1995) Ein Überblick über Schläfrigkeit und Unfälle. Zeitschrift für Schlafforschung, 4(2), S. 4-14