Autonomes Fahren, regionale Anpassung, Resilienz und mehr

Tag 3 beim UITP Summit in Hamburg und die Dynamik hält an! Die Teilnehmer huschten heute kreuz und quer durch das Messegelände in Hamburg und besuchten immer wieder Sessions zu Themen wie automatisierte Mobilität, regionale Anpassung, Resilienz und vielem mehr.

Werfen Sie einen Blick auf die Höhepunkte des Tages und seien Sie morgen wieder dabei, wenn wir uns auf die Abschlussveranstaltung des UITP Summit 2025 vorbereiten!

Berücksichtigung regionaler Unterschiede in Mobilitätsmodellen

Bei der heutigen Frühstückssitzung, die sich mit der praktischen Umsetzung europäischer Mobilität in Mexiko und anderen lateinamerikanischen Ländern befasste, betonten die Redner erneut die regionalen Unterschiede, die berücksichtigt werden müssen.

Die Städte der Region wachsen rasant, was zu einer Belastung der Mobilität führt.

UITP Generalsekretär/Generalsekretärin Mohamed Mezghani sprach auf der Sitzung und betonte die Notwendigkeit einer ausgewogenen Verkehrsmittelwahl und der Vermeidung von Autoabhängigkeit.

Im Vergleich zwischen Europa und Lateinamerika stellte er fest, dass die Anwendung von Mobilität keine einfache Kopier- und Einfügearbeit sei, sondern vielmehr eine Frage des gegenseitigen Lernens.

Die Städte Lateinamerikas wachsen rasant und setzen dadurch die Mobilität zunehmend unter Druck.

Angie Palacios, Verkehrsexpertin bei der Entwicklungsbank Lateinamerikas (CAF), hob die Unterschiede zwischen Städten in Europa und Lateinamerika hervor.

Er wies aber auch darauf hin, dass letztere sehr heterogen sei und von einem anderen Ausgangspunkt in Bezug auf Infrastrukturlücken ausgehe.

Bezüglich Europa erklärte sie, dass es in den Städten der EU „starke Governance-Institutionen gibt, darauf arbeiten wir hin“ und dass wir eine starke politische Führung brauchen, um starke öffentlicher Personennahverkehr Verkehrssysteme zu haben.

Den Menschen in den Mittelpunkt stellen

In einer thematisch fokussierten Session zum Thema einer gemeinsamen und automatisierten Zukunft für Kunden und Unternehmen sprachen die CEOs Alexandra Reinagal von den Wiener Linien und Jan Luedtke von VIA über gemeinsame und automatisierte Technologien und Dienstleistungen.

Alexandra Reinagal stellte fest, dass die Bürger „nicht nur ein Verkehrsmittel wie die klassischen Transport nutzen… sondern es auch mit Angeboten der geteilten Mobilität kombinieren“.

Sie merkte an, dass sie diese Dienstleistungen nicht unbedingt selbst erbringen müssten, sondern vielmehr die Koordination und das Erlernen der Ausschreibungspraxis, und dass „die Bedürfnisse der Kunden im Mittelpunkt unseres Denkens stehen müssen“.

In der Session „Veränderte Arbeitswelt? Autonomes Fahren im großen Stil“ standen die sich wandelnden Rollen der Mitarbeiter in der autonomen Mobilität im Mittelpunkt der Diskussionen, wobei der Schwerpunkt auf Weiterbildung und Umschulung lag.

Wie Nathaniel Ford, CEO der Jacksonville Transportation Authority, sagte: „Wir bereiten uns nicht nur auf den Wandel vor, wir befähigen unsere Mitarbeiter, ihn anzuführen.“

Der Gedanke, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, fand auch während der Sitzung über die Entwicklung des öffentlicher Personennahverkehr in Brasilien im Rahmen der COP 30 großen Anklang.

Maína Celidonio, Verkehrsministerin von Rio de Janeiro, ging darauf ein, wie Rio seine mehrere tausend Busse umfassende Flotte erneuert, und betonte, dass der öffentlicher Personennahverkehr „die beste Richtlinie“ sei.

Stärkung der Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr

Die UITP Academy veranstaltete eine Anerkennungszeremonie für regionale Schulung (RTC), um unseren geschätzten RTC-Partnern unsere Anerkennung und unseren Dank auszusprechen.

UITP Vorsitzender, Präsident Renée Amilcar war vor Ort und sprach über die Bedeutung unseres RTC-Netzwerks und die Schlüsselrolle, die diese Zentren bei der Ausbildung von Hunderten von Teilnehmern jedes Jahr und der Förderung von Talenten im gesamten ÖPNV spielen.

Bei der Zeremonie waren viele unserer Partner anwesend. Im Rahmen dieser Zeremonie fanden auch die offiziellen Unterzeichnungstermine mit der Shenzhen Bus Group, U-Bahn de Santiago und später mit der TechnologieRegion Karlsruhe statt.

Die Veranstaltung umfasste Vorträge von erfahrenen Haupttrainern, die Einblicke in Schulungen und Wissensaustausch zur Stärkung der Personal im öffentlicher Personennahverkehr gaben.

Die Kraft der Resilienz

In der heutigen Ausgabe von Elevate Talks ging es um den Aufbau von Resilienz. Als besonderer Gast war Andy Lord, Leiter der Transportbehörde London, zu Gast. Die Diskussionen befassten sich mit Stromausfällen und Cyberangriffen.

Die Risikominderung ist von entscheidender Bedeutung, und es wurde darauf hingewiesen, dass es oft Faktoren gibt, die außerhalb der Kontrolle des öffentlicher Personennahverkehr liegen, wie beispielsweise nationale Stromnetze.

Kurz gesagt: Vorbereitung ist keine Option, sondern ein Muss. Wir müssen davon ausgehen, dass ein Cyberangriff stattfinden und erfolgreich sein wird. Wir müssen bereit sein.

Öffentlicher Nahverkehr als Motor für blühende Städte

Von Riad bis Auckland – die heutige Plenarsitzung lieferte Beispiele dafür, wie der öffentlicher Personennahverkehr zu blühenden Städten beiträgt, in denen die Menschen leichter an ihre Ziele gelangen können.

Unter der Moderation von Leanne Redden, Geschäftsführerin der Regionalen Verkehrsbehörde (RTA), zählte das Panel Beispiele auf.

Mark Greaves, Vorsitzender von ComfortDelGro in Singapur, sprach über die Verbindung von drei separaten Bahnlinien in Auckland durch eine neue Ringlinie, trotz der schwierigen geografischen Gegebenheiten und der seismischen Lage.

Cécile Tuil, Senior Vice-President Customers & Engagement bei RATP Dev, nannte als Beispiel das Projekt Grand Paris mit neuen automatisierten U-Bahn-Linien, die die Metropolregion Paris besser miteinander verbinden und das Reisen in der gesamten Region erleichtern.

Anjes Tjarks, Ministerin für Verkehr und Mobilitätswandel unserer Gastgeberstadt Hamburg, merkte an, dass es „nicht nur darum geht, Infrastruktur aufzubauen, sondern auch darum, die öffentlicher Personennahverkehr Verkehrsunternehmen dazu zu bringen, ihre Rolle bei der Anpassung an die Bedürfnisse der Bürger wirklich wahrzunehmen“ und sich darauf zu konzentrieren, den Fahrgästen ein wirklich gutes Produkt zu bieten.

Young Tae Kim, Generalsekretär/Generalsekretärin des International Transport Forum (ITF), fügte hinzu, dass die Umsetzung von entscheidender Bedeutung sei und dass wir „unsere Ressourcen mobilisieren sollten, um konkrete Maßnahmen zu finden“.

„Cécile Tuil betonte in Bezug auf Ressourcen, dass der Ausbau der Infrastruktur notwendig sei, um die Fahrgastzahlen zu steigern, die Einnahmen zu erhöhen und den Infrastrukturausbau fortzusetzen.“

Mischen und Austauschen vor dem letzten Tag

Am Ende des Tages nutzten die Teilnehmer die Mix & Mingle -Sessions, um die Diskussion fortzusetzen (und natürlich auch, um in unserer tollen Location ein wenig Kontakte zu knüpfen!). Zur Begrüßung der Teilnehmer betraten UITP Vorsitzender, Präsident Renée Amilcar und Maria Albuquerque, Vorsitzende der UITP Abteilung und Vizepräsidentin von CARRIS, die Bühne.

Anlass war die Verabschiedung der UN-Regelung Nr. 107 zur Barrierefreiheit von Bussen – eine Initiative des Bus-Komitee der UITP.

Die Zeit vergeht wie im Flug beim Gipfeltreffen – morgen ist schon der letzte Tag! Noch ein Tag voller Gespräche mit dem globalen ÖPNV, alles an einem Ort in Hamburg.

Verpassen Sie nicht unsere Abschlussveranstaltung mit einer besonderen Ankündigung zu einer bevorstehenden Initiative, die alle Vorteile des öffentlicher Personennahverkehr würdigen soll. Wir sehen uns dort!