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Januar-Juni 2026

Zypern hat eine einzigartige Gelegenheit, die zentralen Herausforderungen im ÖPNV anzugehen – gerade jetzt, wo es seine Präsidentschaft im Rat der Europäische Union antritt.

Die UITP begrüßt, dass das Programm des Präsidiums mehrere Prioritäten aufgreift, die im Mittelpunkt der Arbeit und der Anliegen der UITP -Mitglieder stehen, von den Rechten der Fahrgäste bis hin zu sauberen Firmenflotten.

Dies sind willkommene und zeitgemäße Diskussionen für einen Sektor, der täglich dafür sorgt, dass Passagiere in Bewegung bleiben, und der dazu beiträgt, dass der Sektor als prägendes Symbol eines modernen, nachhaltigen Europas florieren kann.

Die UITP fordert die zypriotische Präsidentschaft auf, für Klarheit hinsichtlich der Prioritäten des Sektors zu sorgen:

  • Fortschritte bei den Verhandlungen über EU -Mittel für den öffentlicher Personennahverkehr im Rahmen des neuen MFR

Eine angemessene und planbare Finanzierung ist Voraussetzung für die Erreichung der Klima-, Sozial- und Wettbewerbsziele der EU. Die UITP fordert die zypriotische Präsidentschaft auf, die Verhandlungen voranzutreiben, die eine solide und zugängliche Finanzierung des öffentlicher Personennahverkehr durch die entsprechenden Instrumente des neuen mehrjährigen Finanzrahmens (MFF) ermöglichen.

Die Einrichtung eines ständigen EU -Verkehrsinvestitionsfonds würde eine langfristige, wirkungsvolle Finanzierung von Dekarbonisierung gewährleisten, wobei städtische, regionale, grenzüberschreitende und ländliche Personenbeförderung (Straßen- und Schienenverkehr, einschließlich Infrastruktur, Fahrzeuge, Ausrüstung und sonstige Einrichtungen) Priorität haben. Dadurch könnten Betreiber und Behörden Investitionen mit Zuversicht planen und den Übergang der EU zu nachhaltige Mobilität maximieren.

  • Für gesetzliche Klarheit sorgen

Klare und kohärente Regeln sind unerlässlich, insbesondere im Hinblick auf das Bestreben der EU, die Dekarbonisierung von Firmenfahrzeugflotten zu beschleunigen und die Regeln für das öffentliche Beschaffungswesen zu ändern. Auch wenn die Intention der Gesetzgebung wichtig ist, hängt der letztendliche Erfolg von ihrer Formulierung und ihrer praktischen Anwendbarkeit im ÖPNV ab.

Jeder neue Rechtsrahmen sollte sorgfältig so gestaltet sein, dass er die bestehenden EU Vorschriften ergänzt und Doppelungen, widersprüchliche Bestimmungen oder unnötige administrative Belastungen vermeidet. Dies wird Betreibern und Behörden helfen, Investitionen effizient zu planen, den Übergang zu sauberer Mobilität zu beschleunigen und sicherzustellen, dass der öffentlicher Personennahverkehr weiterhin seine entscheidende Rolle bei der Erreichung der europäischen Klimaziele spielt.

  • Stärkung der Passagierrechte

Der Schutz und die Stärkung der Rechte der Passagiere haben für uns höchste Priorität. Rechtliche Unsicherheit und unrealistische Vorschläge bergen jedoch die Gefahr, dass genau die Ziele untergraben werden, die diese Initiativen erreichen wollen. Schlecht definierte Verpflichtungen könnten sowohl bei Betreibern als auch bei Fahrgästen Verwirrung stiften und dadurch den öffentlicher Personennahverkehr weniger attraktiv machen und seine Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich zu privaten Transport verringern.

Darüber hinaus müssen die neuen Regelungen die Besonderheiten der lokalen Gegebenheiten berücksichtigen, die von den zuständigen öffentlicher Personennahverkehr Verkehrsbehörden verwaltet werden (z. B. in Bezug auf Fahrkarten oder behinderte Fahrgäste). Die UITP fordert daher eine klare, praktikable und durchsetzbare Gesetzgebung zu Fahrgastrechten, die sicherstellt, dass das Reiseerlebnis tatsächlich verbessert wird, das Vertrauen in den öffentlicher Personennahverkehr gestärkt wird und die laufenden digitalen und betrieblichen Innovationen des Sektors unterstützt werden.

  • Regionale Ungleichheiten angehen

Die UITP begrüßt den Schwerpunkt des Vorsitzes auf die Herausforderungen, denen sich periphere Länder und Regionen gegenübersehen, wo der Zugang zu zuverlässigen öffentlicher Personennahverkehr oft eingeschränkt ist und die Transport weiterhin ein dringendes Problem darstellt. Diese Themen müssen in den EU -Finanzierungs- und Richtlinie , einschließlich der Connecting Europe Facility (CEF), umfassend berücksichtigt werden. Diese sollte nicht nur Hochgeschwindigkeits- und Fernverbindungen unterstützen, sondern auch leistungsstarke lokale und regionale Netze, die allen Gemeinden täglich dienen. Investitionen sollten inklusive, nachhaltige und barrierefreie Transport fördern, um sicherzustellen, dass keine Region zurückgelassen wird.

Der öffentlicher Personennahverkehr befördert täglich sehr viele Fahrgäste, unterstützt eine effiziente Flächennutzung und führt zu erheblichen Energieeinsparungen. Kurz gesagt, hier beginnt die europäische Mobilität und hier muss sie auch weiterhin Priorität haben.
Alberto Alonso Poza, Vorsitzender des UITP EU Ausschuss

Die UITP ist bereit, während der gesamten Amtszeit eng mit der zypriotischen Ratspräsidentschaft zusammenzuarbeiten, um diese Prioritäten in klare, effektive und praktikable Ergebnisse für den öffentlicher Personennahverkehr in ganz Europa umzusetzen.