Was steht in diesem Report?

In einer Zeit, in der die Städte mit ernsten umweltbezogenen und gesellschaftlichen Herausforderungen konfrontiert sind, stand die nachhaltige urbane Mobilität noch nie so weit oben auf der Tagesordnung.

Angesichts der transversalen Rolle, die der öffentliche Personennahverkehr für die urbane Lebensqualität spielt, ist die Verbesserung und Erleichterung des Zugangs zu ihm eine große Herausforderung. In diesem Sinne hat das Konzept des kostenfreien ÖPNV in der öffentlichen Diskussion an Bedeutung gewonnen, da mehrere Großstädte dieses Konzept eingeführt oder damit experimentiert haben.

Während der ÖPNV zum Nulltarif häufig in politischen Diskussionen thematisiert wird, hat seine Umsetzung ganz konkrete Auswirkungen auf die Organisation des öffentlichen Personennahverkehrs.

Allerdings muss die Verstärkung der öffentlichen Verkehrsdienste und -infrastruktur das übergeordnete Prinzip bei all diesen Diskussionen bleiben. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, die erklärten Ziele, die mit dieser Maßnahme erreicht werden sollen, sowie ihre Auswirkungen sorgfältig zu prüfen, um zu entscheiden, ob sie die sinnvollste Verwendung öffentlicher Mittel ist oder nicht.

Dabei darf man nicht vergessen, dass es keinen kostenfreien ÖPNV als solchen gibt, da Verkehrsdienste und -infrastrukturen auf die eine oder andere Weise finanziert werden müssen. Deshalb bedeutet der Hinweis auf einen ÖPNV zum Nulltarif, dass die Fahrgäste im öffentlichen Personennahverkehr nicht direkt durch die Zahlung eines Fahrpreises zur Finanzierung des Dienstes beitragen.

Ausgehend von den Erfahrungen der Städte mit kostenfreiem ÖPNV bietet dieser Policy Brief eine Analyse der verschiedenen erklärten Ziele und der Frage, inwieweit ÖPNV zum Nulltarief das richtige Instrument ist, um diese zu erreichen. Abschließend werden Empfehlungen für Verkehrsbehörden und Entscheidungsträger gegeben, die den kostenfreien ÖPNV als Option für ihre Städte in Erwägung ziehen.