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Je näher die COP31 im Laufe dieses Jahres rückt, desto mehr rückt der öffentliche Personennahverkehr als wichtiger Bestandteil der internationalen Klimadiskussionen in den Vordergrund.

Im Laufe des Monats Juni zeigte eine Reihe bedeutender globaler Ereignisse, dass zunehmend anerkannt wird, dass nachhaltige Mobilität für die Erreichung der Klimaziele, die Stärkung der Energiesicherheit und den Aufbau mit höherer Resilienz ausgestatteter Städte von entscheidender Bedeutung ist. 

Von der UN-Klimakonferenz in Bonn über das „Clean Energy Ministerial“ bis hin zur London Climate Action Week leistete die UITP einen aktiven Beitrag zur Debatte und sorgte dafür, dass der öffentliche Personennahverkehr weiterhin fest auf der Agenda des Klimaschutzes verankert bleibt. 

Öffentlicher Personennahverkehr auf der UN-Klimakonferenz gewürdigt 

Am 10. Juni fand in Bonn die UN-Klimakonferenz statt, bei der Regierungen und Interessengruppen zusammenkamen, um die Verhandlungen voranzubringen und die Fortschritte seit der COP30 zu überprüfen. 

Im Rahmen der Sitzung „Die globale Klimaschutzagenda: Nachweise für Fortschritte“ wurde der Beitrag der UITP zur COP-Aktionsagenda hervorgehoben, der sich in ihrem Engagement für die Schulung von 20.000 ÖPNV-Fachleuten äußert und dazu beiträgt, den Fachkräftemangel in der Transportbranche zu beheben, während diese sich auf die Zukunft vorbereitet. 

Das Engagement der UITP, auf das der hochrangige Klimabeauftragte der COP30 in seiner Rede Bezug nahm, zeigte, dass der ÖPNV nicht nur die globalen Klimaziele unterstützt, sondern diese auch aktiv umsetzt. Es unterstreicht zudem den Beitrag der Branche sowohl zum COP-Prozess als auch zur UN-Dekade für nachhaltigen Verkehr. 

Transport und Energie miteinander verbinden – auf der „Clean Energy Ministerial“ 

Ebenfalls im Juni brachte die jüngste „Clean Energy Ministerial“ (CEM), die von der Europäischen Kommission ausgerichtet wurde, mehr als 300 Teilnehmer aus über 25 Ländern zusammen, um den weltweiten Übergang zu sauberer Energie voranzutreiben. 

Das CEM ist ein hochrangiges Forum, das Richtlinien und Programme zur Förderung sauberer Energietechnologien und zur Stärkung der internationalen Zusammenarbeit vorantreibt.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Diskussionen stand insbesondere der Abbau traditioneller Silos zwischen den Sektoren, vor allem zwischen Transport und Energie, da man erkannte, dass keiner der beiden Übergänge isoliert gelingen kann. 

Die Teilnehmer erörterten eine engere Zusammenarbeit zwischen den beiden Sektoren, wobei im Rahmen der Diskussionen auch eine mögliche neue Kampagne der „Clean Energy Ministerial“ zur Dekarbonisierung des Transports thematisiert wurde, deren Start für das nächste Jahr erwartet wird.

Die zunehmende Konzentration auf integrierte Ansätze spiegelt die wachsende Erkenntnis wider, dass die Dekarbonisierung des Transports für die Erreichung der globalen Energie- und Klimaziele von entscheidender Bedeutung sein wird. 

Londoner Klimaschutzwoche 

Im Juni nahm die UITP an der London Climate Action Week teil und organisierte gemeinsam mit REN21, der FIA Foundation und der SLOCAT-Partnerschaft für nachhaltigen, kohlenstoffarmen Verkehr die Veranstaltung „Integrierte Ansätze zum Ausbau erneuerbarer Transportsysteme und Energiesysteme“. 

Der Dialog, an dem führende Vertreter aus den Bereichen Transport, Energie und Klimaschutz teilnehmen, darunter auch Vertreter des Vorsitzes der COP31, wird dazu beitragen, die „Pläne zur Beschleunigung von Lösungen“ (PAS) der COP-Aktionsagenda sowie die umfassenderen Diskussionen zum Thema Transport auf der COP31 im Laufe dieses Jahres mitzugestalten. 

Im Mittelpunkt der Gespräche standen drei zentrale Prioritäten: die Sicherung der Vorabfinanzierung für Großinvestitionen, die Beschleunigung der Elektrifizierung bei gleichzeitiger Stärkung der Stromnetze sowie eine bessere Abstimmung von Verkehrs- und Energieplanung, -Richtlinien und -investitionen. 

Es kristallisierte sich eine klare Botschaft heraus: Der Übergang zu erneuerbaren Energien kann sich nicht allein auf Technologie stützen. Zwar ist die Elektrifizierung unerlässlich, doch ist die Senkung des Energiebedarfs durch den öffentlichen Personennahverkehr sowie durch das Zu Fuß gehen und Radfahren ebenso wichtig. Zusammen schaffen diese Ansätze Transportsysteme, die effizienter, mit höherer Resilienz und erschwinglicher sind. 

Die UITP betonte, dass nachhaltige Mobilität im Mittelpunkt der Energiewende stehen müsse. In Städten ist das günstigste Barrel Öl dasjenige, das niemals verbrannt wird.

Der öffentliche Personennahverkehr ist neben dem Zu-Fuß-Gehen und dem Radfahren die energieeffizienteste Form der urbanen Mobilität; er senkt den Kraftstoffverbrauch, verringert Staus und Emissionen und stärkt gleichzeitig die Energiesicherheit. In großem Maßstab können diese Maßnahmen die verkehrsbedingten Emissionen um bis zu 50 % reduzieren. 

Diese Vision bildet die Grundlage für den an der COP30 vorgestellten Plan der UITP zur Beschleunigung von Lösungen für nachhaltigen und öffentlichen Personennahverkehr in Städten, der den öffentlichen Personennahverkehr in den Mittelpunkt der Klimaagenda des COP-Vorsitzes rückt und aufzeigt, wie nachhaltige Mobilität den Klimaschutz weltweit vorantreiben kann. 

Auf dem Weg zur COP31 

Die Klimadiskussionen im Juni zeigen, dass der öffentliche Personennahverkehr nicht mehr ausschließlich als Thema der Verkehrspolitik betrachtet wird, sondern als zentrale Lösung im Klimaschutz. 

Während die Vorbereitungen für die COP31 weitergehen, werden Elektrifizierung und erneuerbare Energien weiterhin zentrale Themen der COP-Aktionsagenda bleiben. Um diese Ziele zu erreichen, ist jedoch ein integrierter Ansatz erforderlich, der saubere Energie mit Investitionen im öffentlichen Personennahverkehr, in der Aktiven Mobilität und in der Senkung des Energiebedarfs verbindet. 

Die UITP wird weiterhin mit Partnern aus den Bereichen Transport, Energie und Klimaschutz zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass nachhaltige Mobilität im Mittelpunkt der internationalen Klimadiskussionen bleibt.  

Da diese Themenbereiche zunehmend miteinander verflochten sind, bietet die COP31 zudem eine wichtige Gelegenheit, die politische Führungsrolle zu stärken, indem Verkehrsminister und Energieminister an einen Tisch gebracht werden, um koordinierte Maßnahmen für eine sauberere und mehr resiliente Zukunft voranzutreiben. 

UITP und COP

Erfahren Sie, wie wir den öffentlichen Personennahverkehr auf die Tagesordnung der COP setzen.