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Ein neues Horizon-Europe-Projekt, AuthuMate, hielt Anfang dieses Jahres am Institut für Fahrzeugtechnik (ika) der RWTH Aachen sein Auftakttreffen ab, an dem 12 Partner, darunter UITP aus ganz Europa, teilnahmen, um eines der hartnäckigen Hindernisse für sichereres assistiertes Fahren zu überwinden: die Kluft zwischen dem, was ein System tatsächlich tut, und dem, was sein im Fahrdienst tätige Person glaubt zu tun.

Systeme für assistiertes Fahren der SAE-Stufen 2 bis 3 sind bereits im Handel erhältlich und werden vermarktet, um Unfälle durch menschliches Versagen zu reduzieren. Die vom Konsortium gesammelten Untersuchungen deuten jedoch auf ein wiederkehrendes Problem hin. im Fahrdienst tätige Person haben oft ein ungenaues mentales Modell ihres Systems, was entweder zu Missbrauch führt, z. B. zu einer verzögerten Reaktion, wenn sie aufgefordert werden, die Kontrolle zurückzugewinnen, oder dazu, dass der Fahrer das System ganz meidet. Vertrauen und Akzeptanz variieren auch stark je nach Alter, Fahrerlebnis und anderen Variablen.

AuthuMate, das für Adaptive User Schulung & Human-Technology Interaction Strategy for Enhanced Traffic Safety steht, will diese Lücke schließen. Über einen Zeitraum von drei Jahren, das bis März 2029 läuft, wird das Projekt eine selbstlernende Strategie für die Interaktion zwischen Mensch und Technologie entwickeln, die den Zustand des Fahrers und die Umgebung kombiniert, um sichere Übergaben und ein ausgewogenes Vertrauen zwischen im Fahrdienst tätige Person und Fahrzeug zu fördern. Es wird die Fahrerüberwachung erweitern, um kognitive Belastungen, Stress, Müdigkeit und Beeinträchtigungen zu erkennen, und dies mit einer multimodalen Schnittstelle verbinden, die visuelle, auditive und haptische Signale verwendet, um die im Fahrdienst tätige Person darüber zu informieren, was ihr System tut und warum.

Die Schulung ist eine zentrale Säule des Projekts. AuthuMate wird außerdem ein zweistufiges Programm entwickeln, das Offline-Vorbereitung mit adaptiver Echtzeitunterstützung während der Fahrt kombiniert. Dabei werden VR- und AR-Technologie sowie spielerisches Lernen eingesetzt, um genaue mentale Modelle zu erstellen und ein sichereres Fahrverhalten von Anfang an zu trainieren. Die Lösungen werden in hochgenauen Fahrsimulatoren getestet und durch Feldbetriebstests validiert, mit dem Ziel, die Technologiebereitschaftsstufen 6 bis 7 zu erreichen und die Ergebnisse den europäischen Standards anzupassen.

Ein charakteristisches Merkmal von AuthuMate ist, dass die gesellschaftliche Bereitschaft von Anfang an eingebaut wird und nicht erst berücksichtigt wird, wenn die Technologie fertig ist. Geleitet von den Prinzipien verantwortungsvoller Forschung und Innovation wird das Projekt ein spezielles Arbeitspaket durchführen, um zu untersuchen, wie verschiedene soziale Gruppen, darunter ältere Menschen, Fahranfänger, Berufskraftfahrer und behinderte Fahrer, diese Systeme sehen, und dieses Verständnis direkt in das technische Design einfließen lassen.

AuthuMate wird im Rahmen des Horizon Europe-Programms (HORIZON-CL5-2025-04) mit einem Gesamtbudget von 4.021.216,79€ finanziert. Die UITP wird zur gesellschaftlichen Bereitschaft des Projekts beitragen, indem sie die Interaktion mit den relevanten Akteuren des öffentlicher Personennahverkehr sicherstellt und die Analyse der Interessengruppen- und Nutzerbedürfnisse aus Sicht des öffentlicher Personennahverkehr weiter ausarbeitet. Darüber hinaus wird UITP in die Bewertung der Wirksamkeit von Schulungen einfließen und zu den Kommunikations-, Verbreitungs- und Stakeholderaktivitäten des Konsortiums beitragen, um die Ergebnisse des Projekts mit der breiteren Öffentlichkeit im Bereich des öffentlichen Verkehrs und der Mobilität zu verbinden. UITP ist außerdem stolz darauf, an einem so innovativen Projekt teilzunehmen, und wir freuen uns darauf, die Projektziele und erwarteten Ergebnisse zu verwirklichen.